Windows - FHEM installieren

Aus FHEMWiki

FHEM unter Windows 7 installieren

Nachdem ich doch trotz der vorhandenen Dokumentation einige Mühe hatte, FHEM mit dem FS20-System unter Windows 7 zum Laufen zu bringen, habe ich die notwendigen Schritte in diesem Dokument aufgeschrieben, damit es andere vielleicht etwas einfacher haben.

Hardware bestellen

Neben den CUL zur Steuerung der Komponenten vom Computer aus benötigt. Ich habe diesen wie im Dokument fhem für Einsteiger genannt bei busware.de bestellt und zwar mit den Optionen

  • Abschirmung: ohne
  • Antenne: Draht (gemäß busware-FAQ empfohlen)
  • Gehäuse: Plastik transparent
  • USB-Verlängerung: ohne

Nach wenigen Tagen wurde dieser geliefert. Das „flashen“ erfolgte nach „fhem für Einsteiger“:

  1. FLIP runterladen (Programm zum flashen des ROMs auf dem CUL) von [http://www.atmel.com/dyn/products/tools_card.asp?tool_id=3886 http://www.atmel.com/dyn/products/tools_card.asp?tool_id=3886]

Habe die Version FLIP 3.4.3 for Windows (requires Java Runtime Environment) runtergeladen und verwendet

  1. CUL in den Rechner stecken (beim einstecken Mikroschalter gedrückt halten!), dann zum installieren des USB-Treibers: Im Windows Gerätemanager den device ATMEL xxxx anklicken, Eigenschaften, Gerätetreiber aktualisieren, von Festplatte, Verzeichnis c:\Programme\Atmel\Flip 3.4.3\USB auswählen und Treiber installieren lassen.
  2. CUL-Firmware (Hex) für FHEM runterladen von [http://cvs.berlios.de/cgi-bin/viewvc.cgi/culfw/culfw/Devices/CUL/ http://cvs.berlios.de/cgi-bin/viewvc.cgi/culfw/culfw/Devices/CUL/] (Version passend zur CUL-Hardware-Version auswählen, bei mir CUL-Hardware-Version V3.2, also hex V3)
  3. Flip starten, unter ‚select device‘ exakt den Chip auswählen, der als Name des CUL im Geräte-Manager angezeigt wird (je nach Modell, zB ATU822U4), danach in der Flip Symbolleiste auf den 2. Button von links klicken (auch wenn der grau sein sollte – funktioniert trotzdem) und ‚USB‘ auswählen. Sollte hier eine Fehlermeldung auftauchen, hat Schritt 2 nicht geklappt oder es wurde der falsche Chip ausgewählt. Dann mittels Menü Datei das bei Schritt 3 geladene hex-file nach Flip einlesen und mit button unten links auf den CUL flashen
  4. Wenn der CUL nach Abziehen und erneut in den Rechner stecken langsam grün blinkt, hat’s wohl geklappt.

Danach muss noch der Windows-Treiber für den CUL868 installiert werden. Dieser kann von busware heruntergeladen werden und im Windows Gerätemanager installiert werden:

http://www.busware.de/tiki-download_file.php?fileId=8


Perl installieren

Da FHEM Perl benötigt, muss man sich zuerst für ein geeignetes Perl entscheiden.

Derzeit sind unter Windows zwei kostenlose Versionen von Perl verbreitet, die beide gleichermaßen für den Betrieb von FHEM geeignet sind: ActivePerl Community Editon ([1]) und Strawberry Perl ([2]).

Die folgende Anleitung wurde mit Windows 7 / Windows 2008 Server (64-Bit) erstellt und getestet, andere Windows Versionen funktionieren mit geringfügigen Abweichungen bei den Verzeichnisnamen gleich. "C:\Program Files" heißt eventuell "C:\Programme" (Windows XP), oder "C:\Program Files (x64)" (32-Bit Perl auf 64-Bit Windows), und auch der vorgeschlagene Perl Verzeichnisname variiert je nach Version (Perl / Perl64). Auf FHEM hat das keinen Einfluss.

ActivePerl installieren

ActiveState bietet Privatleuten seit Jahren eine kostenlose "Community Edition" seines kommerziellen Perl Interpreters an, der für FHEM völlig ausreicht. Im Moment (11/2014) spricht nichts dagegen, diese Version einzusetzen, da einem weder Werbung auf- noch eine Registrierung abgenötigt wird.

Nach dem Download der Community Edition von ActiveState Perl (ich empfehle derzeit auch für 64-Bit Systeme die 32-Bit Version zu installieren - Details siehe weiter unten) startet man den Installer. Nach dem Quittieren einer EULA kann man, wenn man möchte, ein wenig Platz sparen und das Perl Installationsverzeichnis Windows-like richtig einsortieren. Der aktuelle Installer (Stand 11/2014, V5.16.3) hat allerdings einen seltsamen Bug: wenn man den Installationspfad anpassen möchte muss man das tun, bevor man eventuell auch noch ein wenig Platz spart und die Dokumentation und die Beispiele abwählt, sobald man eine diese Optionen ändert wird das Eingabefeld für den Installationspfad aus dem Dialog entfernt.

Datei:Perl install path.png

Wer keinen Wert auf Optimierung legt, kann auch alle Dialoge mit den Standardwerten übernehmen, Perl landet dann allerdings wenig Windows-like im Verzeichnis C:\Perl.

Nach Abschluss der Installation kann man Perl kurz testen, indem man sich die Versionsnummer des Interpreters anzeigen lässt. Wichtig ist, dass man die dazu notwendige Kommandozeile erst nach Abschluss der Perl Installation öffnet, dami die aktuellste PATH Variable verwendet wird. Der Befehl zum Auslesen der Perl Version lautet

perl -v

Activeperl installcheck.png

Als letzten Perl Installationsschritt müssen Anwender, die serielle Empfänger (CUL) verwenden, noch den seriellen Treiber herunterladen und installieren, er gehört nicht (mehr) zum Standardlieferumfang von ActivePerl. Der Befehl dazu lautet

ppm install Win32-SerialPort

ACHTUNG! Benutzer von 64-Bit Windows Versionen können sich theoretisch aussuchen, ob sie lieber die 32- oder die 64-Bit Version von ActiveState Perl verwenden. Momentan stellt ActiveState in seinem Repository allerdings keinen 64-Bit Treiber für serielle Geräte zur Verfügung. Der als Alternativlösung vorgeschlagene Treiber von www.bribes.org lief nicht mit FHEM, der COM Port blieb im Zustand "opened" stecken, laut Perl Konsole weil der Code wegen uninitialisierter Variablen abbricht. CUNO startete dagegen wie erwartet. Ich kann deshalb derzeit für FHEM nur die 32-Bit Version von ActiveState Perl empfehlen, außer man kann sicher ausschließen, dass man jemals serielle Geräte nützen möchte.

Strawberry Perl installieren

Wem ActiveState Perl zu kommerziell angehaucht erscheint, der kann statt dessen das quelloffene Strawberry Perl verwenden.

[3:40 früh ... Schluss für heute - coming soon!]

FHEM extrahieren und anpassen

Nach dem Download von FHEM wird dieses mittels 7-Zip auf C:\ extrahiert. Der Download sollte dabei nicht auf ein Benutzerverzeichnis erfolgen, da 7-Zip darauf nicht zugreift (zumindest bei mir). In 7-Zip bis zum Ordner „fhem-51“ durchklicken und erst diesen auf C:\ entpacken.

Da das makefile unter Windows nicht funktioniert, müssen die darin enthaltenen Kopierbefehle zur Installation des Webfrontend PGM2 selbst durchgeführt werden. Ich habe dazu folgende Batchprozedur erstellt:

@Echo makefile fuer Windows
 @Echo.
 @Echo Startaufruf:
 cd c:\fhem-5.1\
 xcopy .\webfrontend\pgm2\*.* .\FHEM\
 xcopy .\docs\commandref.html .\FHEM\
 xcopy .\docs\faq.html .\FHEM\
 xcopy .\docs\HOWTO.html .\FHEM\
 xcopy .\docs\*.png .\FHEM\
 xcopy .\docs\*.jpg .\FHEM\
 cd examples
 for %%f in (*.*) do (
 copy %%f "..\FHEM\example.%%f"
 )
 cd..
 copy .\examples\sample_pgm2 .\FHEM\fhem.cfg
 md tmp
 PAUSE

Danach muss die Datei „fhem.cfg“ noch angepasst werden, so dass diese wie folgt aussieht (nach http://www.russellallen.info/post/FHEM-Setup-on-Windows-Home-Server-Part-2-of-2.aspx):

attr global logfile .\tmp\fhem.log
 attr global modpath .
 attr global nofork 1
 
 # "global" keyword at the end of following command allows connection from any host
 attr global port 7072 global
 
 attr global statefile \tmp\fhem.save
 attr global verbose 5
 
 define CUL CUL com14@9600 1234
 # bei com14 den tatsächlichen Port gemäß Gerätemanager angeben
 
 define autocreate autocreate
 
 define WEB FHEMWEB 8083 global
 
 define WEBphone FHEMWEB 8084 global
 attr WEBphone smallscreen 1
 
 define WEBtablet FHEMWEB 8085 global
 attr WEBtablet touchpad 1

Außerdem muss noch die leere Log-Datei (z.B. fhem.log) im Ordner tmp bereitgestellt werden (über einen einfachen Editor Datei-Neu und dann Speichern unter).

Danach kann der FHEM-Server gestartet werden mittels

  • CMD (Befehlszeile) aufrufen
  • ins Verzeichnis C:\FHEM-5.1 wechseln
  • „perl fhem.pl fhem.cfg“ eingeben

Nun kann FHEM im Browser unter http://localhost:8083/fhem aufgerufen werden.

Jetzt können die Schalter angelernt und es kann mit dem System gearbeitet werden. Nähere Infos hierzu sind dem bereits mehrfach erwähnten Dokument „fhem für Einsteiger“ zu entnehmen.