Trick der Woche

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Diese Seite enthält Tipps und Tricks, die zu unbedeutend sind, einen eigenen Artikel zu rechtfertigen, alternative Schreibweisen/Lösungen für eine Problem darstellen, Ungenauigkeiten oder unklare Formulierungen in den offiziellen Dokumenten ergänzen und ähnliches. Jeder Eintrag ist typischerweise sehr kurz (wenige Zeilen lang) und beleuchtet vielleicht nur einen Aspekt von FHEM, er kann allgemeiner Natur sein, oder sich auf ein spezielles Gerät oder einen speziellen Anwendungsfall beziehen.


Inhaltsverzeichnis

Februar 2017

at Zeiten

at 03:00      ->  1x um 3 Uhr (wann immer das nächste mal 3 Uhr ist)
at *03:00     ->  jeden Tag um 3 Uhr
at +03:00     ->  in 3 Stunden
at +*03:00    ->  in 3 Stunden und dann alle 3 Stunden erneut

Oktober 2016

Grundlagen der Heizungssteuerung

Der Artikel Grundlagen der Heizungssteuerung soll einen zentralen Einstiegspunkt und eine Übersicht der Möglichkeiten insb. für Neulinge in FHEM bieten.

Batterieüberwachung für Geräte ohne Batteriestatus

Es gibt Möglichkeiten um auch bei Geräten ohne Batteriestatus-Reading eine schwache Batterie erkennen zu können: Geräte ohne Batteriestatus.

Mai 2016

DbLog reparieren

Sollte ein fhem mit DbLog Probleme machen, oder auf der SQL-Konsole Fehler werfen, so ist eine Reparatur der DB fällig. Das ist auf der Kommandozeile verhältnismäßig einfach möglich und wird im Kapitel DbLog#Datenbank reparieren beschrieben.

DbLog bearbeiten

Unerwünschte Einträge in den Loggings treten immer wieder mal auf. Wie man dies in einer Datenbank korrigiert, dazu gibt das Kapitel DbLog#Bearbeitung von Datenbank-Einträgen eine erste Einführung.

Pollenflug

In dieser schönen Jahreszeit werden manche durch Heuschnupfen geplagt. Auf der Seite Pollenflug wird beschrieben, wie man eine Pollenvorhersage in fhem einbinden kann - hilft zwar nicht gegen das Niesen, ist aber trotzdem ganz informativ... ;-)

April 2016

HomeMatic und VCCU

HomeMatic Nutzer sollten unbedingt eine VCCU einrichten und nutzen. Die Einrichtung ist unaufwändig und schafft jede Menge Vorteile, auch beim Einsetzen nur einer Schnittstelle wie z.B. einem HM-CFG-LAN LAN Konfigurations-Adapter. Auch die nachträglich Einrichtung ist problemlos, sofern vorher nur ein I/O Gerät ("Funkschnittstelle") verwendet wurde.

Dezember 2015

defmod

In vielen Fällen will man mit einer Aktion gleichzeitig eine andere Aktion bereits für später festlegen, z.b. nach Einschalten einer Heizung durch einen Bewegungsmelder diese eine Stunde später wieder ausschalten.

Dies kann z.B. durch ein Konstrukt dieser Art erledigt werden:

define Heizung_an notify Bewegung set HZG_WZ desired-temp 22 ;; define reset_Heizung at +01:00:00 set HZG_WZ desired-temp 16

Nachteilig ist, dass bei einer weiteren Auslösung des Bewegungsmelders die Heizzeit nicht verlängert wird, da eine Neudefinition von reset_Heizung mit der Fehlermeldung reset_Heizung already exists, delete it first quittiert wird. Die Lösung bisher war, das alte reset_Heizung zunächst zu löschen und dann erneut mit neuem Zeitstempel anzulegen:

define Heizung_an notify Bewegung set HZG_WZ desired-temp 22 ;; delete reset_Heizung ;; define reset_Heizung at +01:00:00 set HZG_WZ desired-temp 16

Aber auch dieses umständliche Konstrukt hat noch einen Nachteil: Es erzeugt bei einer ersten Auslösung eine Fehlermeldung, weil reset_Heizung noch nicht exisitert und daher nicht gelöscht werden kann. Dies liesse sich abfangen, was die Konstruktion weiter verkomplizieren würde.

Daher hat Rudolf König mit FHEM 5.6 den neuen Befehel "defmod" eingeführt, der ein noch nicht existieredendes define neu anlegt (wie "define"), eine bereits vorhandenes aber direkt ändert (wie "delete" und danach "define")

Dadurch lässt sich verkürzt schreiben:

define Heizung_an notify Bewegung set HZG_WZ desired-temp 22 ;; defmod reset_Heizung at +01:00:00 set HZG_WZ desired-temp 16


April 2015

FS20 Timer

FS20 Aktoren beherrschen zwei verschiedene Timer-Methoden.

Angenommen ein FS20 Device heisse "Lampe" und sei z.B. ein FS20 SU (Unterputzschalter), dann kann man mit FHEM sowohl

set Lampe on-for-timer 30

verwenden um die Lampe 30 Sekunden einzuschalten, aber auch zunächst in den FS20 SU die maximale Einschaltdauer einprogrammieren:

set Lampe timer 30

Dannach wird jedes normale

set Lampe on

die Lampe für nur 30 Sekunden einschalten.

Als Timerwerte kommen in beiden Fällen die bekannten 128 Sekundenwerte von 0,25 Sekunden bis Etwa 4,5 Stunden in Frage.

Es ist offenbar nicht bei allen Aktoren möglich einen einmal eingestellten Timer zu löschen, neue Werte eingeben aber sehr wohl.

Mehr hier: FS20 timer.

Februar 2015

1-wire am GPIO4-Port des RaspberryPi funktioniert nicht mehr nach Systemupdate

Es kann passieren, dass nach einem Systemupdate (apt-get update oder apt-get dist-upgrade) die 1-wire-Geräte am GPIO4-Port plötzlich nicht mehr funktionieren. Eine Problemlösung dazu ist im Artikel "Raspberry Pi und 1-Wire#1-wire am GPIO4-Port funktioniert nicht mehr nach Systemupdate" beschrieben.

Backup der Konfiguration (fhem.cfg und fhem.state) bei jedem "save"

Der nachfolgende Codeschnipsel erstellt bei jedem "save" eine Kopie der aktuellen Konfiguration (fhem.cfg und fhem.state) in ein Verzeichnis "backup_cfg-state" welches unter /opt/fhem/ zu finden ist. Somit kann bei einem Fehler jederzeit auf den letzten Stand zurückgegangen werden. Zuerst ins FHEM Befehlsfeld den folgenden Befehl eingeben:

{ `mkdir backup_cfg-state` }

Danach folgendes notify anlegen:

define backupCfg notify global:SAVE {\
my $now = TimeNow();; $now =~ s/ /_/g;; \
`cp $attr{global}{configfile} ./backup_cfg-state/fhem.cfg.$now`;;\
`cp $attr{global}{statefile} ./backup_cfg-state/fhem.state.$now`;;\
} 

Quelle: FHEM-Forum

Januar 2015

CUL & CO über Serial ID-einbinden

Bei mehreren USB-Geräten kann es vorkommen, dass sie vertauscht werden z.B. /dev/ttyUSB0 zu /dev/ttyUSB1 oder /dev/ttyACM0 zu /dev/ttyACM1.

Um dies zu umgehen, kann man sie über ihre Serial-ID in FHEM einbinden.

Dieser Befehl zeigt die Serial-ID:

ls -l /dev/serial/by-id

Hier die Beispielausgabe eines CUL868, JeeLink, RFXtrx und eines CUL433

user@xxxx:~# ls -l /dev/serial/by-id
lrwxrwxrwx 1 root root 13 Jan  9 23:34 usb-busware.de_CUL868-if00 -> ../../ttyACM0
lrwxrwxrwx 1 root root 13 Jan  9 13:26 usb-FTDI_FT232R_USB_UART_A901RQ9F-if00-port0-> ../../ttyUSB0
lrwxrwxrwx 1 root root 13 Jan  9 13:26 usb-RFXCOM_RFXtrx433_A1WZWL5Y-if00-port0-> ../../ttyUSB1
lrwxrwxrwx 1 root root 13 Jan  9 21:29 usb-busware.de_CUL433-if00 -> ../../ttyACM1 

Damit lässt sich folgende Definition erstellen:

z.B. für einen CUL868

define CUL868 CUL /dev/serial/by-id/usb-busware.de_CUL868-if00@9600 1134

oder einen JeeLink

define Jeelink JeeLink /dev/serial/by-id/usb-FTDI_FT232R_USB_UART_A901RQ9F-if00-port0@57600

Einschränkung: Bei CULs von Busware lassen sich nur CUL433 und CUL868 unterscheiden. Zwei CUL868 haben z.B. immer die gleiche Serial-ID.

HM LAN Konfig-Adapter Antenne verbessern

Die Antenne des HM-CFG-LAN LAN Konfigurations-Adapter kann man mit etwas Bastelgeschick verlängern um den Empfang zu verbessern.

Sinnvoll ist die Verlängerung auf 1/2 Lambda (868MHz = 17,27 cm) oder gar 1 Lambda. 1 Lambda Antennen haben starke Richtwirkung in Form eines gedachten Zylinders, dessen Mittelachse die Antenne ist. D.h., Alles was sich in Richtung des Anfangs und des Endes des Antennedrahtes befindet, hat schlechteren Empfang als mit einer kurzen Antenne. Daher muss man die Antenne ggf. genauer ausrichten.

Anleitungen dazu werden an verschiedenen Stellen veröffentlicht, z.B. in diesem Beitrag im IP-Symcon Forum (anders als der Namen der Anleitung vermuten lässt, liegt hier kein Dipol vor, sondern eine "normale" 1 Lambda Antenne.)

Prinzipiell so dünnen Draht wie möglich verwenden.

Wer noch mehr rausholen will, kann auch zusätzlichen Aufwand betreiben und die Antenne etwas von der Elektronik entfernen, die nämlich Störstrahlung in die Antenne einkoppelt. Oder eine Groundplane bauen. Ein Anleitung für die CCU (analog auch für den HM LAN Konfig-Adapter einsetzbar) gibt es hier.

Dezember 2014

FHT80TF als "Prüfsender" einsetzen

Da der FHT80TF-2 günstig ist und seinen Zustand ca. alle zwei Minuten sendet, kann er gut zum Ermitteln der Funklage von SlowRF Komponenten genutzt werden, auch wenn diese nicht senden. Den RSSI einer FS20 Schaltsteckdose kann man z.B. nicht wissen, da die Dose nur ein Empfänger ist. Wenn eine Dose nicht gut funktioniert und man den Verdacht hat, dass sie funktechnisch ungünstig liegt, kann man einen FHT80TF-2 neben die Steckdose legen und man bekommt nach zwei Minuten einen Wert, der (trotz umgekehrter Funkrichtung) gut genug ist, um einem Hinweise zu geben.


November 2014

FS20 Adressschema und die Rolle des Hauscodes

FS20_Allgemein#FS20_Adressierungsschema_.28Vorschlag.29


Oktober 2014

Aktor für Wanddosen ohne Nulleiter

Es gibt es viele Aktoren die man in Einbaudosen hinter Schaltern einbauen kann. Oft scheitert deren Nutzung aber daran, dass in vielen Elektroinstalltionen in der Einbaudose eines (Licht)schalters kein Neutralleiter (Nulleiter) verlegt ist, den die meisten Aktoren zur eigenen Stromversorgung brauchen. Hier kann der RSL 2-Draht Einbauschalter helfen, der auch ohne Neutraleiter funktioniert und kompatibel zu InterTechno ist. Er lässt sich z.B. mit einem CUL(433) schalten. Problematisch ist damit allerdings das Schalten von LED Lampen.

August 2014

Perl-Skripte Online testen

Im Internet existieren Webseiten auf denen man Perl-Code online testen kann. Beispielsweise auf codingground kann man Code zum Testen eingeben und die Auswirkungen betrachten. Dies eignet sich zur schnellen Fehleranalyse oder um Perl zu lernen. Natürlich lassen sich keine FHEM-Besonderheiten nutzen.

Juli 2014

Funklast reduzieren

Bewegungsmelder erzeugen in der Regel eine recht hohe Funklast, wenn sie oft ausgelöst werden, also z.B. Licht in einem Zimmer schalten sollen.

Konstruktionen der Art:

define FlurLicht notify Bewegungsmelder_Flur:motion:.* set Licht_Flur on-for-timer 256

haben daher den Nachteil bei viel Bewegung im Flur und je nach Einstellung des Sendeabstandes des Bewegungsmelders mindestens alle 120 Sekunde oder öfter ein

on-for-timer 256

zu senden. Das erzeugt eine hohe Funklast, speziell wenn der Aktor ein SlowRF Gerät ist (z.B. FS20 Unterputzschalter). In solchen Fällen kann es helfen, nur dann einen Befehl zu senden, wenn das Licht nicht schon an ist:

define FlurLicht notify Bewegungsmelder_Flur:motion:.* { if (Value("Licht_Flur") eq "off") { fhem ("set Licht_Flur1 on-for-timer 256") } }

Nachteilig ist aber, dass eine Auslösung innerhalb 256 Sekunden die Einschaltzeit nicht verlängert. Dies kann man umgehen, indem man nicht on-for-timer verwendet, sondern den Aktor selber verzögert auschaltet und bei weiteren Auslösungen nur die Verzögerung erneut anlegt:

define FlurLicht notify Bewegungsmelder_Flur:motion:.* { if (Value("Licht_Flur1") eq "off") { fhem ("set Licht_Flur on ;; define FlurLicht_aus at +00:04:16 set Licht_Flur off") } else { fhem ("delete FlurLicht_aus ;; define FlurLicht_aus at +00:04:16 set Licht_Flur off") }}

Durch den relativ neuen Befehl "defmod" kann ausserdem das Löschen und neu Anlegen zusammengefasst werden, sieh Tipp Dezember 2015

Juni 2014

Batteriestatus bei HomeMatic Devices aktivieren

Zumindest einige (wenn nicht alle) batteriegespeisten HM-Geräte können Batteriemeldungen senden, tun dies in der normalen Konfiguration aber nicht. Dazu muss das Register cyclicInfoMsg auf on gesetzt werden.

Wie man das macht steht z.B. hier HM-SEC-SC_Tür-Fensterkontakt#Batteriestatus_aktivieren und hier HomeMatic_Type_ThreeState

Mai 2014

Dummywert mit aktueller Uhrzeit versehen in anderen Dummy kopieren

Der Inhalt von Dummy1 soll erweitert um Uhrzeit und Datum in Dummy2 kopiert werden (z.B. um die Urzeit der letzten Auslösung einer Alarmanlage anzuzeigen)

{ fhem("set dummy2 " . (Value("Dummy1")." ".TimeNow()) ) }

Zwei Dummywerte in einen anderen Dummy kopieren

Der String in Dummy1 soll um den String in Dummy2 erweitert und nach Dummy3 kopiert werden:

{ fhem("set Dummy3 ".(Value("Dummy1")+Value("Dummy2"))) }

(Achtung: "+" ist Zahlen addieren, "." ist String konkatenieren / verketten)

April 2014

Code sparen

Wer Definitionen wie die aus dem März zum Abfangen von Fehlbedienungen verwendet, kann durch eine ELSE Erweiterung auch gleich das Auschalten erledigen.

define act_on_TV_on notify TV { if ("$EVENT" eq "on" || "$EVENT" eq "dimup") { fhem("set TV on") } else { fhem("set TV off") } }

Hierdurch schaltet ON oder versehentlich zu langes Drücken (also DIMUP) den Fernseher ein, jeder andere Tastendruck (also insbesondere die OFF Taste oder zu langes Drücken der OFF Taste -> DIMDOWN) den Fernseher aus.

Voraussetzung ist, dass die Fernbedienung standardkonfiguriert ist, siehe auch nächster Tip.

Konfiguration eines FS20 Senders prüfen

Gelegentlich reagieren bestimmte notifys nicht, die von Sendern (Fernbedienungen, Sensoren oder Schaltern) ausgelöst werden sollen. Speziell bei FS20 aber auch bei HomeMatic kann das daran liegen, dass der Sender nicht sendet was man denkt. So gut wie alle FS20 Sender kennen nämlich nicht nur ON und OFF, sondern über ein Dutzend Schaltzustände. Dimmen ist einem noch hinreichend bewusst, es gibt aber auch exotische Dinge wie Ein-für-Zeitdauer, Ein-auf-alte-Helligkeit, Aus-für-Zeitdauer (nur FS20), Ein-für-Zeitdauer-dannach-alter-Zustand und vieles mehr.

Was also ein Infrarot-Bewegungsmelder bei Auslösung sendet und auch was eine Fernbedienungstaste sendet ist einstellbar. Wenn jetzt zum Beispiel an einer Fernbedienung auf Tastendruck nicht ON sondern Ein-für-Zeitdauer (ON-FOR-TIMER) gesendet wird, wird

define act_on_TV_on notify TV:on set TV on

seltsamerweise nicht auslösen, obwohl die richtige Taste (und diese auch nicht zu lang) gedrückt wurde.

Auch wenn man sich sicher ist, das Richtige in die Fernbedienung/Sensoren einprogramiert zu haben, ist ein einfacher Test immer, dies mit

define act_on_TV notify TV set TV on

zu prüfen. Dieses notify löst immer aus, wenn "TV" irgendetwas sendet, egal was. (Beachte: Man kann dann den Fernseher aber nicht mehr ausschalten, da auch die Austaste das notify auslöst und zum TV-Aktor nur "on" sendet).

Geht die Schaltung jetzt (kann man den Fernseher also jetzt EINschalten), liegt der Verdacht nahe, dass die Konfiguration des Senders / Sensors anders ist, als man denkt. Das Logfile, der EventMonitor oder ein Beobachtung von FHEM per Telnet mittels "inform" gibt Aufschluss, welcher Befehl tatsächlich empfangen wurde.

Alles in FHEM, nichts in der Fernbedienung

Versuche in deiner FHEM Umgebung nicht, das Verhalten von Aktoren durch entsprechende Befehle aus Sensoren oder Fernbedienungen zu steuern. An Besten senden die nur ON und OFF oder DIM, den Rest möglichst immer in FHEM erledigen.

Wer eine Lampe immer für vier Minuten einschalten will, programmiert seinen Schalter (Fernbedienung) also so, das nur "on" gesendet wird und erledigt den Rest in FHEM:

define act_on_Schalter notify Schalter set Lampe on-for-timer 240

Vielfach wird argumentiert, das eine dirkete Kopplung die Zuverlässigkeit erhöht, da bei einem Ausfall von FHEM der Aktor totzdem schaltbar sei. Überlege, ob es hier nicht weniger komplex ist, die Zuverlässigkeit der FHEM Instanz zu erhöhen.

März 2014

Zuverlässigkeit von FS20 Schaltungen erhöhen

FS20 Fernbedienungen senden bei Tastendrücken von mehr als 0,4 Sekunden anstatt ON bzw. OFF DIMUP bzw DIMDOWN.

Das führt gelegentlich zu allgemein schlechter Bedienbarkeit (und schlechtem WAF), da 0,4 Sekunden relativ kurz ist und gerne aus versehen länger gedrückt wird. Das ist vor allem problematisch, wenn etwas geschaltet werden soll, was keinen Dimmer hat oder Dimmen nicht unterstützt.

Eine Konfiguration wie

define act_on_TV_on notify TV:on set TV on

hat also dann den Nachteil, dass bei versehentlich zu langem Tastendruck das TV nicht angeht. Da die meisten Nutzer unbewusst dazu neigen, bei Misserfolg die selbe Taste erneut aber länger zu drücken (was erneut keinen Erfolg zeigt) ist Frustration zu erwarten.

Es kann daher speziell bei nicht dimmbaren Aktoren von Vorteil sein, auch dimmen abzufangen, z.B. durch eine zweite zusätzliche Definition:

define act_on_TV_dimup notify TV:dimup set TV on

Es ist in der Regel einfacher, einige dieser zusätzlichen Definitionen einzufügen, als allen Bedienern des Systems zu erklären, dass man keinesfalls länger als 0,4 Sekunden drücken darf.

Alternativ kann man auch beide Befehle in einer Definition durch Perlbefehle {} abfangen:

define act_on_TV_on notify TV { if ("$EVENT" eq "on" || "$EVENT" eq "dimup") { fhem("set TV on") }}

Andere Möglichkeiten vergleiche: Notify durch mehrere Ereignisse auslösen lassen

Februar 2014

Sequence nutzen

Man kann Aktionen statt mit einem Tastedruck auch mit einer Sequenz von Tastendücken auslösen. Das Format des Befehle ist:

define <name> sequence <re1> <timeout1> <re2> [<timeout2> <re3> ...]

wobei <re1> ...<re_n> die Aktionen sind und <timeout_n> der maximale Abstand der Tastendrücke in Sekunden.

Angenommen, man wolle z.B. eine Lampe dann anschalten, wenn man zuerst Taste1 EIN, dann Taste2 AUS und dann wieder Taste1 EIN einer Fernbedienung drückt, könnte das konkret so aussehen:

define MeineLampenSequenz1 sequence Btn1:on 0.5 Btn2:off 0.5 Btn1:on

Zwischen jedem der Tastendrücke darf eine halbe Sekunde Abstand sein. Diese Definition selbst löst die Lampe nicht aus, sondern definiert nur wie die Sequenz aussehen soll. Um die Lampe bei erfolgreicher Betätigung der Sequenz auch einzuschalten, bedarf es zusätzlich etwas wie:

define MeineLampe notify MeineLampenSequenz1:trigger set Lampe on

Sequence kann man gut nutzen, um mit einer Fernbedienung mehr Funktionen zu schalten als Tasten zur Verfügung stehen. Ebenso könnte man damit simple Codeschlösser für Alarmanlagen bauen, z.B. um eine Anlage auszuschalten, wenn eine bestimmte Abfolge von Tasten gedrückt wird.

Je nach Funksystem nimmt die Zuverlässigkeit aber rasch ab. Angenommen im Bereich FS20 (das System ist etwas unzuverlässiger ist als z.B. HomeMatic) seien 95% aller Funktsignale ungestört übertragbar, dann würden in der Praxis von 100 Tastendrücken an einer Fernbedienung 95x Erfolg zeigen und 5x fehlschlagen; das ist sicher tolerabel.

Bei einer Sequenzlänge von nur 4 Tasten würde die kombinierte Erfolgsquote der Sequenz jedoch nur noch ca. 80% sein, zum Ausschalten einer Alarmanlage vermutlich bereits unpraktisch.

Januar 2014

isday

Bekanntlich kann man mit "isday" leicht testen ob es draussen hell ist oder nicht. isday ist eine Funktion des (automatisch geladenen) Moduls SUNRISE_EL, das auch sunset und sunrise enthält.

Problematisch bei isday ist die fehlende Möglichkeit, Sonnenaufgang und Untergang einzustellen (zumindest wenn man nicht 99_SUNRISE_EL.pm verändern will): isday ist wahr, wenn die Sonne im gegebenen Breitengrad sichtbar ist. Wenn örtliche Gegebenheiten eine Anpassung erfordern, kann man sich auch ein eigenes isday basteln, in dem man sunrise und sunset verwendet und dieses mit getrennten offsets versieht.

Zuerst definiert man sich eine Variable ("dummy") der anstelle isday eingesetzt werden soll, z.B.:

define Tageslicht dummy

Dann wird diese mit sunset und sunrise befüllt:

define SetDummy1 at *{sunset(-3600)} set Tageslicht hell 
define SetDummy2 at *{sunrise(+1800)} set Tageslicht dunkel 

Jetzt kann für jeden Wechsel ein eigener Offset gewählt werden, im Beispiel 3600 Sekunden vor Sonnenuntergang und 1800 Sekunden nach Sonnenaufgang. Anstatt das Dummy "Tageslicht" mit den Werten "hell/dunkel" zu befüllen, kann natürlich auch 1/0 oder "Tag/Nacht" etc. verwendet werden, je nach dem was bei der Anwendung besser passt.

Für höhere Ansprüche könnte hingegen das Twilight-Modul verwendet werden, das Dämmerungsstufen kennt.

Struktur von "else if" Verzweigungen

define ... notify ... {\
 if ... {\
  fhem ("... ;; ...")\
 }\
 elsif ... {\
   fhem ("... ;; ...")\
 }\
 elsif ... {\
   fhem ("... ;; ...")\
 }\
 else {\
  if ... {\
   fhem ("... ;; ...")\
 }\
}

Achtung: es muss tatsächlich "elsif" heissen und nicht "elseif" oder "else if".

Gilt für Perl Aufrufe. Wer aktuell in FHEM neu einsteigt kann auch den seit 2014 zur Verfügung stehenden FHEM Befehl DOIF verwenden, der bei ähnlichem Funktionsumfang wir Perl if/elsif übersichtlicher ist.

Dezember 2013

notify durch mehrere Ereignisse auslösen lassen

Bekanntermassen löst

define irgendwas notify MeinSchalter …

aus, wenn irgendein Ereignis vom Sender "MeinSchalter" eintrifft.

Mit

define irgendwas notify MeinSchalter:on …

wird das notify jedoch nur ausgelöst, wenn dieses Ereignis eine "on" ist. Wenn man aber möchte, das z.B. "on" und "off" auslöst (um etwa Dim-Befehle auszuschliessen) kann dies wie folgt erreicht werden:

define irgendwas notify MeinSchalter:(on|off) …

Die Klammern sind wichtig, vergleiche eine Lösung, bei der zwei Sender alternativ das notify auslösen können:

define irgendwas notify MeinSchalter:on|MeinAndererSchalter:on …

Selbstverständlich geht z.B. auch folgendes:

define irgendwas notify MeinSchalter:on|MeinAndererSchalter …

Hier wird ausgelöst wenn "MeinSchalter" das Ereignis "on" liefert oder "MeinAndererSchalter" irgendein Ereignis

Aktoren über mehrere Funkschnittstellen ansprechen

Falls man mehrere Funkschnittstellen zur Reichweitenverlängerung hat (CUL / CUNO etc), und ein Aktor von beiden Funkschnittstellen in etwa gleich (schlecht) erreichbar ist, mag der Wunsch aufkommen, einen Funkbefehl über beide Schnittstellen auszusenden. Dies ist bei Funkprotokollen möglich, die kein echtes Pairing der Aktoren an die Funkschnittstelle erfordern, also z.B. FS20 oder Intertechno, nicht jedoch ohne weiteres bei HomeMatic.

Problematisch ist aber, dass die Funkschnittstelle über IODev eindeutige je Aktor festgelegt werden muss, eine Zuordnung mehrerer IODevs ist nicht vorgesehen. (wenn man IODev nicht setzt, wird per default die LETZTE definiert passende Schnittstelle verwendet)

Dieses Problem kann mit einem Trick aber umgangen werden. Und zwar legt man den Aktor 2x mit gleicher Adresse aber abweichenden Namen und IOdevs an, z.B. so:


define brenner_CUL1 FS20 11114244 11
attr brenner_CUL1 IODev CUL1
attr brenner_CUL2 room Keller
define brenner_CUL2 FS20 11114244 11
attr brenner_CUL2 IODev CUL2
attr brenner_CUL2 room Keller

Ein Befehl der Art:

set brenner_CUL1,brenner_CUL2 on

sendet den ON Befehl für den FS20 Aktor 11114244 11 jetzt tatsächlich über beide CULs aus!

Achtung: Wenn die Schnittstellen gleichschnell angebunden sind, sollte vermutlich der Sendpool verwendet werden, da die Aussendungen sonst tatsächlich gleichzeitig erfolgen könnten und sich dann gegenseitig stören würden. Dieser Trick funktioniert ausserdem nur bei Befehlen, bei denen es im Zweifel egal ist, wenn sie beim Aktor 2x eintreffen.

Bei HomeMatic lässt sich ein ähnlicher Effekt durch einrichten einer virtuellen CCU erreichen.

Retrycount bei FHTs ist überflüssig

Das von der Funktion autocreate älterer FHEM Versionen beim Anlegen von FHT80 Heizungsreglern voreingetragene attribute "retrycount" hat in den allermeisten Fällen keine Wirkung, da es NUR greift, wenn man als Funkschnittstelle eine FHZ1X00PC verwendet und dann den Softbuffer einschaltet. Selbst wenn man diese Konfiguration nutzt, will gut überlegt werden, ob die Wirkung postiv ist: Bei ungenügender Empfangslage vergrössert es Kommunikationsprobleme eventuell sogar.

Es kann also in der Regel entfernt oder auf den Wert "1" gesetzt werden.

define Heizung_Bad FHT 060d
attr Heizung_Bad retrycount 3       <=== Diese Zeile entfernen

Siehe auch:Kommunikationsprobleme mit FHT

November 2013

FS20 Funksteckdose sicherer schalten

Seltsamerweise kommt es vor, das FS20 Aktoren - insbesondere die FS20 Funksteckdose - an der Grenze der Funkreichweite bestimmte Befehle eines Typs empfängt, andere aber nicht. Z.B. lässt sich die FS20 Steckdose zwar immer einschalten, aber oft nicht mehr aus (oder umgekehrt).

Gelegentlich kann man die Zuverlässigkeit erhöhen, indem man statt dem nicht funktionierenden Befehl das Gegenteil mit "for-timer 1" verwendet.

Im Fall, dass eine FS20 Steckdose sich also einwandfrei EINschalten lässt:

set SteckdoseA on

aber oft ein AUSschalten mittels

set SteckdoseA off

nicht funktioniert, kann man versuchen die Dose anstelle mit "off" mit dem Befehl

set SteckdoseA on-for-timer 1

auszuschalten.

Analog kann man mit off-for-timer arbeiten, wenn sich Aktoren nicht einschalten lassen, ausschalten aber geht.

Achtung: Dieser Trick funtioniert ausdrücklich nur, wenn der "on/off-for-timer" Befehl im Aktor selber abgebildet wird. Daher ist der Trick vermutlich nicht auf andere Funksysteme übertragbar. z.B. unterstützt HM nur on-for-timer und Intertechno kennt keinen Timer.

Mehrere Geräte zugleich schalten

Ein Ereignis soll mehrere Geräte schalten:

define act_on_Bewegungsmelder notify Bewegungsmelder set Lampe1 on;;set Lampe2 on;;set FunksteckdoseA on

Aus Übersichtlichkeitsgründen können vor und nach den Semikolons auch Leerzeichen eingefügt werden (obwohl in einigen Dokumentation behauptet wird, dies dürfe man nicht machen):

define act_on_Bewegungsmelder notify Bewegungsmelder set Lampe1 on ;; set Lampe2 on ;; set FunksteckdoseA on

Wenn der Schaltbefehl bei allen Geräten gleich ist, kann man wie folgt zusammenfassen:

define act_on_Bewegungsmelder notify Bewegungsmelder set Lampe1,Lampe2,FunksteckdoseA on

Das Komma wird nicht escaped (verdoppelt), hier darf tatsächlich KEIN Leerzeichen vor oder nach dem Komma eingefügt werden.

Logfileinträge unterdrücken

Das Attribute "verbose 0" verhindert, dass das Gerät Logfileinträge erzeugt.

Beispiel:

define Funksteckdose FS20 22224222 01
attr Funksteckdose verbose 0

FHT Lazy Mode benutzen

Es gibt wenig Gründe, den FHT "Lazy Mode" nicht zu verwenden

define Heizung_Bad FHT 060d
attr Heizung_Bad lazy

Dieser sorgt dafür, dass Temperaturänderungen (genau genommen alle Änderungen, auch z.B. date) nur übertragen werden, wenn sie nicht sowieso schon am FHT eingestellt sind und veringern die Funklast dadurch deutlich.

Siehe auch: Kommunikationsprobleme mit FHT

Oktober 2013

Zuverlässigkeit von Wiedereinschalten erhöhen

Speziell bei FS20 Aktoren ist wegen des fehlenden Rückkanals nicht leicht erkennbar, ob ein Einschaltbefehl Wirkung gezeigt hat. Das bringt einen ganz schlechten WAF, wenn man z.B. mit einem FS20 Aktor eine Heizung ausschaltet und das Wiedereinschalten nach z.B. einer Stunde nicht klappt.

Hier empfiehlt es sich, das Ausschalten mittels

set Heizungs_schalter off-for-timer 3584 (= fast eine Stunde)

zu erledigen. Da bei FS20 der off-for-timer Befehl im Aktor abgewickelt wird (und nicht durch FHEM), schaltet sich der Aktor auch dann garantiert wieder ein, wenn FHEM abstürzt, eine Funkstörung vorliegt oder ähnliches. Bei Bedarf kann der Befehl off-for-timer zur Verlängerung der Ausschaltzeit wiederholt werden. Dies kann z.B. nötig sein, wenn die Ausschaltung länger als 4,5 Stunden (15360 Sekunden, der Maximalwert des Timers) dauern soll.

Achtung: dieser Trick funktioniert nur, wenn der Aktor "off-for-timer" selbst beherrscht. FS20 Geräte können das, HomeMatic können aber nur "on-for-timer". Man kann off-for-timer mit HomeMatic trotzdem verwenden, aber in diesem Fall sendet FHEM den Einschaltbefehl nach der Timerzeit. InterTechno, RSL etc, können gar keinen Timer, hier sendet FHEM immer 2 Befehle im passenden Abstand.

FS20 Timerzeiten

FS20 Timer werden in Sekunden angegeben. Es sind jedoch nicht alle Werte einstellbar. Da der Timer Wert in 7 Bit übertragen werden muss, sind nur 128 Werte möglich. Um mit diesen Werten im unteren Bereich möglichst fein aufzulösen, andererseits aber auch lange Zeiten zu ermöglichen, ist die Verteilung nicht linear. Einstellbar sind folgende Zeiten in Sekunden;

0,25 0,5 0,75 1 1,25 1,5 1,75 2 2,25 2,5 2,75 3 3,25 3,5 3,75 4 4,5 5 5,5 6 6,5 7 7,5 8 9 10 11 12 13 14 15 16 18 20 22 24 26 28 30 32 36 40 44 48 52 56 60 64 72 80 88 96 104 112 120 128 144 160 176 192 208 224 240 256 288 320 352 384 416 448 480 512 576 640 704 768 832 896 960 1024 1152 1280 1408 1536 1664 1792 1920 2048 2304 2560 2816 3072 3328 3584 3840 4096 4608 5120 5632 6144 6656 7168 7680 8192 9216 10240 11264 12288 13312 14336 15360 (etwas übersichtlicher formatiert auch hier).

Andere Zeiten werden von FHEM gerundet. Ein neues Setzen des Timer für FS20 löscht den alten Wert.